Es gibt schöne Komplimente zu den eigenen Artikeln. Das schönste Kompliment ist es allerdings, wenn einem gesagt wird, dass man jemanden zu einem eigenen Text inspiriert hat. Auf meinen Beitrag Vergangenheit: I heart you! hat mich Giuseppe, der selbst leider noch keinen Blog hat, angeschrieben und mich gefragt, ob er nicht einen Artikel bei mir veröffentlichen darf. Das Ergebnis hiervon, welches ein ganz neues Thema behandelt, lest ihr nun heute.
Ich habe Angst. Angst vor dem Tod. Weniger Angst vor dem tot sein, sondern mehr davor, nicht mehr zu leben. Was erwartet mich? Wie ist es, tot zu sein?
Ich hatte schon immer Angst vor dem Tod. Schon als Kind. Ich war bei einem Psychiater. Nur wie versucht man, einem Kind die Angst vor dem Sterben zu nehmen? Ich wusste ja selber nicht mal, was genau das ist. Wenn ich’s mir recht überlege, habe ich auch jetzt immer noch keine Ahnung.
Aber wer hat die schon? Ich meine, keiner stirbt, kommt zurück und kann davon erzählen.
Gibt es den Himmel? Die Hölle? Das Paradies, das Nirvana, das ewige Leben, die Wiedergeburt? Ich weiß es nicht. Keiner weiß es. Aber um ehrlich zu sein, ich bin mir nicht sicher, ob ich es nun wissen will oder nicht.
Was ist, wenn ich weiß, dass ich in die Hölle kommen werde? Oder irgendwas, was der Hölle nahe kommt? Ich meine, was bringt es mir? Vergeht mir dann die Lust am Leben, weil ich weiß, dass ich unendliche Qualen erleiden werde? Oder werde ich mein Leben dann erst Recht in vollen Zügen genießen?
Ich weiß es nicht.
Eigentlich will ich nicht sterben. Ewig leben. Aber was bringt mir das, wenn dann alle Lebewesen sterben, die mir wichtig sind? Ich breche schon zusammen, wenn einer unserer Haustiere stirbt!
Wie wird es dann erst sein, wenn ein Familienangehöriger stirbt? Meine Mutter, mein Vater?
Oder mein Sohn?!
Ja, ich bin Vater. Mit 17 Jahren geworden. Nicht geplant. Aber ich will nicht „Unfall“ sagen. Ein Unfall ist was Schlimmes. Und das ist er wirklich nicht. Er hat mir gezeigt, wofür ich leben, arbeiten soll.
Und meine Freundin…
Sie hat mir bei vielem geholfen. Aber sie hat mir auch in vielen Sachen gezeigt, warum ich die „Liebe“ immer gemieden habe. Und die Gedanken über den Tod sind nicht gerade weniger geworden…
Ich habe jetzt eine Familie.
Was ist, wenn ich sterbe? Wie werden meine Angehörigen damit klar kommen?
Ich will nicht sterben. Ich habe Angst.
Aber wir müssen alle irgendwann sterben.