abwegig.

Projekt Hörsturz – Runde 19

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Es ist noch nicht allzu lang her, dass ich bei der letzten Runde des Projekt Hörsturz mitgemacht hat, aber da ich über diesen Eintrag ein paar neue Bands kennengelernt habe, ist meine Motivation da weiterzumachen enorm hoch. Ohne große Umschweife möchte ich euch meine Runde 19 präsentieren:

Tenascious D – Kickapoo (von Sir Donnerbold)

    Hell Yeah – Ich steh total auf Tenascious D und besonders auf den Film Pick of Destiny, aus welchen Kickapoo stammt, will jetzt aber gar nicht soviele Worte dazu verlieren, deswegen gibt’s von mir unfaire und vorbelastete 5/5 Punkte.

Bodo Wartke – Ja, Schatz! (von Stoffel)

    Wie mich Delphi zu Recht erinnert hat, stammte Die Philosoffen von Tom van Hasselt. Bodo Wartke komponierte das sehr viel amüsantere Monika – Entschuldigt den Fehler! Bodo Wartke kenne ich bereits durch ein Lied, welches die Wise Guys gecovert haben, Die Philosoffen. Schon dieses Lied fand ich nicht so stark, weswegen ich gestehen muss, dass meine Erwartungen in die komödiantischen Talente von Bodo Wartke nicht sonderlich hoch waren. Ja, Schatz! fand ich dann aber doch halbwegs amüsant und auch die Stimme Bodo Wartkes lässt sich durchaus gut anhören, deswegen gibt es von mir 3/5 Punkten.

Umbra et Imago – Milch (von Guldhahn)

    Ich weiß nach einmaligen Hören nicht ob dieses Lied ernst gemeint ist. Entweder wird der Stil von Rammstein und Konsorten hervorragend auf die Schippe genommen, oder es handelt sich bei Umbra et Imago um eine der lachhaftesten Bands überhaupt. Ich muss aber irgendwie, aufgrund ihres Auftretens von letzterem ausgehen. Immerhin habe ich das Lied zu Ende gehört, weswegen es noch 1/5 Punkten gibt.

Demian – The Perfect Symmetry (von Stefan)

    Zu Beginn hatte ich eine typisches Gothic-Gebrabbel erwartet, aber ich war doch erstaunt wie schön melodisch The Perfect Symmetry ist. Mein Nerv wurde aber nicht ganz getroffen, da sich das Ganze doch ein wenig zu lang hinzog. Es gibt aber achtbare 4/5 Punkten von mir

Flight of the Chonchords – Robots (von Kamil)

    Es ist wirklich selten, dass ich eine Band gleich zu Beginn des ersten Liedes, welches ich von ihnen höre, sympathisch finde. Bei Robots musste ich zudem die ganze Zeit grinsen, weil das Lied so herrlich absurd ist – Kamil: Du gefällst mir immer besser! :) 5/5 Punkte für Flight of the Chonchords – Robots

3,6 von 5 Punkten ist für die Pflichtrunde ein sehr positives Ergebnis. Bis auf einen Ausrutscher waren es Lieder, die ich mir wirklich gut anhören konnte, aber ich bin mal gespannt, was die Bonussongs noch ergeben.

Bonussongs:

Art Garfunkel – Bright Eyes (von Kasumi)

    Art Garfunkel ist mal ein sehr mächtiger Vorschlag, denn mit einem der Großmeister der Singer/Songwriter-Szene kann man ja nichts verkehrt machen, oder? Leider schon, wenn man eines der schwächeren Werke nimmt. Bright Eyes plätschert vor sich hin, dass ich mir ein Gähnen nicht unterdrücken konnte und im Refrain wird dann plötzlich die “atmosphärische-Begleitung-durch-breiten-Klangteppich”-Keule ausgepackt. Ich mag Art Garfunkel, aber nicht dieses Lied. Da ich die Stimme von ihm aber immer noch sehr, sehr schön finde, gibt es noch 2/5 Punkte.

Axel Rudi Pell – Devil Zone (von cimddwc)

    Devil Zone fängt ruhig an, ruhiger als es der Titel verspricht. Als dann der Refrain kam, dachte ich mir “Endlich”, weil ich schon Angst hatte, dass meine Klischee-Erwartungen nicht erfüllt werden. 6 Minuten waren mir dann doch zu lang um Vorstellung von Klischees der Metal-Musik anzutun. Weil ich es abgebrochen habe, kann es deswegen nur gelangweilte 0/5 Punkten geben.

Clara Luzia – All I wish for (von dehkah – kostenloser Download!)

    Welch ungewöhnliche Musik dort an meine Ohren herandringt! Musik, die es schafft mir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern, so leicht und angenehm wirkt. Der deutliche deutsche Akzent der Sängerin ging mir dann aber leider doch auf die Nerven, zudem das Lied am Ende eine Spur zu lang und monoton wird. Deswegen gibt es Abzüge in der B-Note und 4/5 Punkten.

Cojones – Prozac (von Fini – kostenloser Download!)

    Laut den Tags auf der Seite, handelt es sich hier um Stoner-Rock aus Zagreb – Ich erwartete erstmal ungewöhnliche Klänge, bekam dann aber für meine Ohren relativ geradlinigen Rock präsentiert. Hört sich angenehm an und ich musste mich nicht langweilen, ist aber für mich nicht wirklich etwas Besonderes: 3/5 Punkte.

Dendemann – Hörma (von wegi)

    Vor kurzem verfasste ich den Tweet, dass ich Dendemann für einen der überschätztesten Musiker der Neuzeit halte. Auch nach Hörma ändert sich diese Meinung nicht: Das Lied ist ok, aber mich nervt dieser ach so gewitzte und schlagfertige Text eines Musikers, der sich für den Tollsten hält. Im Verhältnis zu Bushido ist das auch sicherlich richtig, aber ich vergleiche einen Beinbruch ja auch nicht mit ner Schussverletzung: 1/5 Punkten.

Eisbrecher – Eiszeit (von Rakaniaz)

    Warte mal – Eisbrecher hatten wir doch letzte Runde schon, oder? Letztes mal habe ich nur einen Punkt vergeben, diesmal gibt es bereits 2/5 Punkten, weil mich das Lied schon ein bisschen mehr anspricht, mein Geschmack ist es aber dennoch nicht.

Mystery Jets – Young Love (von JuliaL49)

    Julia hat mir letzte Runde schon nen Ohrwurm verpasst und kann auch diesmal wieder mit schöner Musik aufwarten. Irgendwie war mir Young Love direkt vertraut, Spötter mögen sagen, dass Indie-Musik eh immer gleich klingt. Ich sage: Es ist einfach tolle Musik und dieser Vorschlag bekommt auch direkt 5/5 Punkten (Und ich hab ihn wieder, den Ohrwurm…)

Neil Hannon – Song for Ten (von Steve)

    Nach einer Minute hatte ich den Text “Lalalalalala” im Kopf, so belanglos erschien mir Song for Ten. Zu Doctor Who möchte ich sowieso kein Wort verlieren, weil ich zu der Serie keinen Bezug aufbauen kann. Ich find das Lied langweilig und verdränge es direkt mal in die “Pop-Gebrabbel-ohne-Anziehungskraft”-Ecke, aber dafür dass ich es bis zum Ende angehört habe, gibt es immerhin 1/5 Punkten.

O.Children – Ruins (von Robert)

    Das Einzige, was mir an diesem Lied gefallen hat, waren die Tags “Bono”, “must” und “die” bei YouTube. Ansonsten: Langweiliger Gesang, Eintönige Instrumental-Begleitung und Fans, welche die Band mit The Cure vergleichen (Ok, für Letztere kann O.Children nichts, aber trotzdem…). 5 Minuten waren eine verdammt lange Zeit, aber ich hab’s durchgehalten: 1/5 Punkten

Stolen Babies – Gathering Fingers (von beetFreeQ)

    Nachdem mir letztes Mal von beetFreeQs Vorschlag schlecht geworden ist, war ich gespannt was diesmal kommt. Gathering Fingers gefiel mir schon eine ganze Ecke besser, vor allem weil es herrlich schräg war – Der Anfang zog sich aber für meine Verhältnisse viel zu lang hin, weswegen es 3/5 Punkten gibt. Wenn es aber so weitergeht mit den Vorschlägen, darf ich nächste Runde 4 Punkte vergeben, bin mal gespannt was da kommt!

The Horror The Horror – I blame the sun (von mir)

    Mein Vorschlag, weswegen ich ihn nicht bewerten werde (Er läuft ja eh ausserhald der Konkurrenz). Das Lied hat für mich aber einen schönen Hintergrund, denn The Horror The Horror habe ich an meinem ersten Abend in Düsseldorf sehen dürfen, sie stehen also für den Beginn meiner Studienzeit und sind deswegen etwas ganz Besonderes für mich.

Die Bonussongs haben das hervorragende Ergebnis der Pflichtrunde herunterzgezogen, weswegen sich insgesamt nur noch ein Wert von 2,66 Punkten ergibt. Es waren aber einige sehr schöne Sachen dabei und ich freue mich immer mehr über meinen Entschluss, am Projekt Hörsturz teilzunehmen. In der nächsten Runde gibt es ein Thema auf welches ich auch sehr gespannt bin: Oldies. Es gibt also nur Musik, die älter ist als 30 Jahre – Mein Vorschlag für die Runde 20 ist The Grave von Don McLean, welcher den meisten für American Pie bekannt sein dürfte.

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8 Kommentare

  1. Ich finde Bright Eyes ist gleich nach “Sound of Silence” der Beste Song von Art Garfunkel :P

  2. Ich kenn den Bassisten von Umbra et Imago persönlich. Der ist sehr nett und ja, die meinen das ernst. Die Fans mögen wohl vor allem die Live-Auftritte, obwohl der Frontmann (verzeih mir, Mozart) überhaupt nicht singen kann. Mein Geschmack ist’s jetzt aber nicht.

  3. Wie schon bei Twitter gesagt, finde ich deinen Bushido-Vergleich absolut genial :)

    Und ja, Indiemusik ist toll!

    Dein Oldie-Vorschlag aber ebenfalls.

  4. @Chaosmacherin: Ich merke grad, dass die meisten Lieder die ich von Garfunkel gut finde, zusammen mit Simon gemacht wurde – vielleicht brauche ich einfach Paul Simon um Art Garfunkel gut zu finden. “Bright Eyes” finde ich aber einfach nur langweilig – sorry!

    @Yjgalla: Ok, dann hab ich ja wohl mit meinem Kommentar Recht gehabt ;) Naja, nett mögen sie ja sein – will ich ja auch gar nicht ausschliessen – Musik sollten sie dennoch sein lassen ;)

    @juliaL49: Hehe, danke :)
    Unsere ganzen Indie-Verachter sind einfach nur neidisch, weil sie nicht so einen guten Geschmack haben :P
    Auf das Ergebnis von “The Grave” bin ich mal sehr gespannt – ich hoffe es kommt in die Pflicht Runde!

  5. Hey! Hab den Blog nur zufällig gefunden, und wollt nur kurz klar stellen: Die Philosoffen hat Tom van Hasselt komponiert, ein Kollege von Bodo. Das Lied, was die Wise Guys von Bodo gecovert haben, ist “Monika”.
    LG, Delphi

  6. @Delphi: Vielen Dank für deinen Hinweis – du hast Recht, mir ist tatsächlich der Fehler unterlaufen, dass ich auf mein inzwischen sehr unzuverlässiges Gedächtnis vertraut habe – Die entsprechende Passage wird sofort geändert!

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