Einfach mal neu starten. Den Kopf ausblasen, alles herauslassen, Gedanken ignorieren und endlich mal wieder frei sein. Wo stehe ich eigentlich? Wer bin ich überhaupt? Und wer will ich denn sein?
Wer bin ich in 5 Jahren, eine Frage, die mich schon mein ganzes Leben umtreibt. Immer der Wunsch nach Perfektion, aber das Wissen im Hinterkopf, dass ich Perfektion nie erreichen kann, vielleicht auch nie erreichen will. Was sind meine Ziele im Leben? Was macht mich eigentlich glücklich?
Viel hat sich getan in der letzten Zeit. Vieles, was ich gar nicht begreifen kann, oder begreifen will. Ich stehe zu all meinen Entscheidungen und Taten, auf die ich teilweise nicht wirklich stolz bin, aber bin mir immer noch unsicher, was ich eigentlich zu tun habe. Ich suche nach Glück. Nach Freunden, Liebe, Erfolg und vor allem nach Freude. Nicht, dass ich einen Grund dazu hätte, aber glücklich bin ich nicht. Auch nicht unglücklich, sondern einfach dazwischen. In der Mitte der Gefühlsebene, auf der ich nicht weiß, was ich machen kann, damit es mir besser geht, aber auch nichts machen will, aus Angst, dass ich unglücklich werde.
Ich schaue mich um und fühle mich irgendwie einsam, dabei habe ich doch Freunde in Mengen. Leute, auf die ich mich vollkommen verlassen kann. Wo kommt dieses Bedürfnis nach noch viel mehr überhaupt her? Warum kann ich nicht das, was ich habe auch wertschätzen, den Moment genießen, mich hinsetzen und einfach lächeln? Meine Gedanken schweifen immer wieder ab und fokussieren das, was ich nicht habe, nach dem sich mein Körper sehnt. Aber was fehlt mir denn? Leidenschaft? Sich einfach fallen lassen?
Ich betrachte meine Vergangenheit und stelle fest, dass ich viele Fehler gemacht, Schmerz und Unglück erfahren und verteilt habe. Eigentlich sollte es mir fantastisch gehen. Ich sollte all das, was ich erreicht und erlebt habe umarmen und den Stellenwert zuweisen, den all das verdient hat, aber dennoch sitze ich hier, schaue mich im Spiegel an und frage mich, was eigentlich passiert ist.
Ich schaue immer noch optimistisch in die Zukunft. Ich weiß, dass da noch verdammt viel auf mich wartet, auf das ich mich freuen kann. Ich will nicht zurück zu irgendeinem Punkt in meiner Vergangenheit. Die ist abgeschlossen und ich werde zu einem neuen Menschen. Aber ich habe auch Angst vor dem, was kommt, was ich noch an Schmerzen erleben muss, was ich noch an Einsamkeit zu erfahren habe, all das, was wohl noch passieren wird.
Ich bin nicht der, der ich sein wollte. Ich stehe nicht an dem Punkt, an dem ich stehen wollte. Ich habe nicht das, was ich haben wollte. Aber wer Anderes sein, will ich das überhaupt? Kann ich das?
Ich suche nach Kraft mich aufzuraffen und mir Ziele zu setzen, die ich auch erreichen kann. Ich will eigentlich nur wieder komplett glücklich sein. Nicht nur dieses temporäre Glück, wenn ich unter Leuten und mal nicht mit meinen Gedanken alleine bin. Ist das zuviel verlangt?
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13. April 2012 um 15:17 Uhr
Signed. Every single word of it!
13. April 2012 um 15:27 Uhr
Ich glaube, man versteift sich zu sehr auf dieses “Glücklichsein.”
Schau mal, bist du lieber traurig, oder einfach nicht glücklich?
War das jetzt verständlich?
Und dieses ganze “Oh, das hab ich geplant, hat nicht funktioniert. Und das wollte ich mal werden, jetzt bin ich wer Anderes”
Leben ist das, was abseits der Planung läuft. So ist das nunmal.
Aber ich weiß schon, was du meinst. So fühle ich mich auch. Obwohl ich zurzeit wohl der glücklichste Mensch auf Erden sein müsste!
Das ist ganz einfach die Natur des Menschen. Immer glücklicherer sein. Immer mehr von allem.
Ich glaube, man darf einfach nicht so viel nachdenken. Egal ob Zukunft oder Vergangenheit.
Wir leben nunmal in der Gegenwart.
Trotzdem wünsche ich dir das Beste. Was das ist, muss man wohl erstmal selbst herausfinden, um dann daraufhin zu arbeiten.
Oder so.
Um zum Ende zu kommen: <3
13. April 2012 um 15:41 Uhr
Wie gesagt: Ich fühle mich ja auch nicht unglücklich. Ich bin nur deprimiert mit der Situation, dass ich scheinbar auf der Stelle trete. Das ist ein temporäres Gefühl und das weiß ich auch. Ich brauche einfach Klarheit und Erfolge um zu sehen, dass es mir doch eigentlich gut geht.
Klar, ich versteife mich auf mein Unglück, darauf, dass es mir nicht so gut geht wie ich es mir wünsche. Ich steigere mich auch gerne in meine Gefühle hinein, seien sie positiv oder negativ. Ich hatte im Leben viel Glück und konnte viele Privilegien genießen, sodass es mir schwer fällt damit umzugehen, wenn es mir mal nicht so gut geht.
Ich versuche deine Worte zu Herzen zu nehmen. Das Streben nach Glück ist halt in uns drin und manchmal muss man einfach realisieren, dass man nicht zuviel auf einmal kriegen kann. Ich versuche mir ja auch immer wieder klar zu machen, dass ich einfach mal anhalten und das Leben einfach genießen sollte. Perfektion ist nicht erreichbar. Auch nicht beim Glück.